top of page

Thaumazo: Mein Manifest

Kunst beginnt im Staunen.
Ein Werk trägt die Bedeutung einer gemachten Erfahrung,
die sich nicht vollständig fassen lässt.

Thaumazo bedeutet: Staunen.
Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bezeichnet eine ursprüngliche Form des Staunens als Zugang zur Welt.
 
Staunen ist eine Haltung wacher, nicht festgelegter Offenheit gegenüber dem, was sich zeigt und doch nicht vollständig fassen lässt. 
 
Meine Arbeit bringt mich in Beziehung zu meinem Staunen und übersetzt es in die Welt der abstrakten Kunst. 

Ich setze meine Ansprüche an die Arbeit selbst.
Ich arbeite aus innerer und äusserer Wahrnehmung heraus und folge dem, was sich zeigt. Dabei bleibe ich offen für das, was in meiner Arbeit entsteht. Diese Offenheit ist keinenfalls beliebig. Sie verlangt Aufmerksamkeit und klare Entscheidungen.

Ästhetik ist nicht an Schönheit gebunden. Sie entsteht dort, wo mein Erfahrung eine Form findet, die trägt – auch im Schweren, im Brüchigen oder im Chaos. Sie zeigt sich als Ergebnis eines Prozesses, in dem Wahrnehmung und Form zusammenfinden. 

Ein Werk entsteht, wenn eine gemachte Erfahrung Bedeutung bekommt. Diese Bedeutung wird erfahren und im künstlerischen Schaffen sichtbar. Sie zeigt sich im Zusammenspiel von Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Risikobereitschaft, Vertrauen, Entscheidung und Umsetzung.

Thaumazo ist die Haltung des Staunens, aus der meine künstlerische Arbeit entsteht.



Thaumazo bezeichnet in der hier verwendeten Bedeutung eine von Catherine Gruber entwickelte künstlerische Haltung und das daraus hervorgehende künstlerische Tun.

bottom of page