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Thaumazo: Mein Manifest

​Thaumazo bedeutet: staunen.

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Staunen ist kein Gefühl und kein Zustand, den man herstellt.
Es ist eine Haltung wacher Offenheit gegenüber dem, was sich zeigt.

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Kunst entsteht für mich dort, wo Wahrnehmung nicht sofort eingeordnet,
bewertet oder verwertet wird, sondern wo Erfahrung zugelassen wird.

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Ich arbeite aus innerer Wahrnehmung heraus.
Nicht, um Erwartungen zu erfüllen.

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Ein Werk kann entstehen, wenn eine gemachte Erfahrung Bedeutung trägt.
Diese Bedeutung wird nicht zugesprochen, sondern erfahren.

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Kunstschaffen bringt persönliche Erfahrung in Beziehung zu dem,
was sich nicht vollständig fassen lässt,
und zu der Welt der Formen und Gegensätze, in der wir leben.

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Dabei vertieft sich die Wahrnehmung, und Zusammenhänge werden erfahrbar.

Der Wert eines Werkes entsteht nicht durch äussere Bewertung,
sondern im Umgang mit eigener Erfahrung, Prozess und Form.

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Ästhetik ergibt sich aus dem eigenen Empfinden. Sie ist Folge, nicht Vorgabe.

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Thaumazo ist keine Methode. 

Es ist kein Angebot und kein Versprechen.

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Thaumazo ist die Haltung, aus der meine künstlerische Arbeit entsteht. 

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Thaumazo bezeichnet in der hier verwendeten Bedeutung eine von Catherine Gruber entwickelte künstlerische Haltung und das daraus hervorgehende künstlerische Tun.

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