Catherine Gruber-Zurbriggen

Inhalt

Mein Weg in der Malerei

Begonnen habe ich vor rund 30 Jahren mit Aquarellmalerei. Jahrelang faszinierte mich die Leichtigkeit, Transparenz und Spontaneität dieser Art des Malens.

Meine Lieblingssujets waren Landschaften, Blumen und Stillleben. Während ca. 5 Jahren konnte ich regelmässig bei einem Grafiker und Auquarell-Künstler, Rolf Stickel aus Zürich Affoltern, Techniken, Perspektiven, Tricks und Duktus lernen.

Später dann wollte ich mich mit der Acryl-Malerei auseinandersetzen und habe an der Hochschule für Gestaltung in Zürich diverse Kurse belegt. Zusätzlich nahm mich ca. 2 Jahre bei Frau Karin Antoniucci, Grafikerin und Künstlerin aus Wollishofen unter ihre Fittiche.



Suche nach Authentizität

Bei der Acryl-Malerei war ich zu Hause. Ich fühlte mich frei und konnte mit dieser Technik so ziemlich viel anstellen. Ich fing an mit verschiedensten Techniken und Materialien zu experimentieren.

Alleine nur mit verschiedenen Techniken zu arbeiten ergab für mich aber bald darauf zu wenig Sinn.

Ich wollte, dass meine Bilder sprechen.
Ich wollte durch sie sprechen.

So begann für mich die Suche nach meiner Authentizität, nach meiner eigenen Sprache in der Malerei. Damals wusste ich noch nicht, dass eine bewusste Suche mich nicht meine Eigenheit finden lässt.

Durch intensiveres und kreatives Schaffen und das „an den Bildern dran bleiben“, wurde mir bewusst, dass mein Stil von alleine wächst und ich verschiedene Maltechniken pflegen wollte.



Eine kleine aber doch wichtige Erkenntnis

Im Laufe der Zeit rückte die Wichtigkeit, welche Technik, welchen Stil, welche Farbkombinationen ich anwende, immer mehr in den Hintergrund.

Ich erkannte, dass es mir z.B. beim Blumenmalen nicht wichtig war, diese möglichst detailgetreu abzumalen, ich wollte die Blumen duften, leuchten, wachsen und bewegen lassen. Ihr Sinnbild sollte den Betrachtern und mir selbst Freude bereiten. - Das war mein Ziel an der Frühjahrsausstellung in Küssnacht am Rigi.



Zum Kern meiner Bildsprache: Die Abstraktion

Nach dieser erfolgreichen Ausstellung wollte ich noch mehr zum Kern der Bildsprache vorrücken.

Für mich war es klar, es gab nur eins: „Die Abstraktion“. Und zwar keine Abstraktion von Gegenständen oder Lebewesen, sondern von Gedanken,  Gefühlen oder Seins-Zuständen. 

Bilder sollten für mich einen Sinn ergeben. Sinne ansprechen und sinnlich sein. Jede/r sieht ein Bild sowieso mit anderen Augen und genau daran zu experimentieren und für mich einen neuen Weg einzuschlagen fand ich zusätzlich eine spannende Herausforderung, die schliesslich zu meiner Motivation wurde. Die Individualität der Betrachtenden, lässt es zu, diese Bilder stets aufs Neue zu entdecken und zu erleben. Somit kann Kunst tiefer gehen - bei mir und vielleicht auch bei anderen.

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